Wintertipps

  1. Winterbekleidung für Hunde
  2. Arthrose im Winter
  3. Pfotenpflege im Winter

Thema: Hundemantel

Sinkende Temperaturen, Nässe und Wind stellen in der kalten Jahreszeit eine Belastung für den Bewegungsapparat von Hunden dar. Kälte führt zu einer verminderten Durchblutung der Muskulatur und Gelenke. Das kann Muskelverspannungen begünstigen, die Beweglichkeit einschränken und insbesondere bei älteren oder gelenkempfindlichen Tieren Schmerzen verstärken.

Ein konstanter Wärmehaushalt unterstützt die Muskelfunktion, schützt die Gelenke und trägt wesentlich zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Daher ist es wichtig, dass Hunde im Winter nicht auskühlen – weder bei Spaziergängen noch in Ruhephasen im Freien.

Wann ein Hundemantel empfehlenswert ist

Ein schützendes Kleidungsstück ist nicht für jeden Hund notwendig. Die Entscheidung hängt von individuellen Faktoren wie Fellbeschaffenheit, Alter, Gesundheitszustand und Aktivitätsniveau ab.
Folgende Hunde profitieren besonders von zusätzlichem Wärmeschutz:

  • Kurzhaarige oder dünn behaarte Rassen ohne isolierende Unterwolle
  • Ältere Hunde mit nachlassender Muskulatur oder Arthrose
  • Hunde mit Rücken- oder Gelenkproblemen
  • Kleine oder zierliche Hunde mit hohem Wärmeverlust
  • Tiere mit geschwächtem Immunsystem oder nach Operationen

Auch bei längeren Pausen im Freien, beim Training auf kalten Böden oder bei nassem Schnee kann ein wärmender Mantel sinnvoll sein.

Anforderungen an einen funktionellen Hundemantel

Ein geeigneter Hundemantel sollte anatomisch angepasst und funktional sein. Wichtige Merkmale sind:

  • vollständige Abdeckung des Rückens und empfindlicher Körperbereiche wie Brust und Lenden
  • wasser- und windabweisendes, zugleich atmungsaktives Material
  • gute Passform ohne Druckstellen oder Einschränkung der Beweglichkeit
  • einfache Handhabung und Pflegeeigenschaften

Begleitende Maßnahmen für die Wintermonate

Neben dem Einsatz von Schutzkleidung bleibt regelmäßige Bewegung die wichtigste Voraussetzung für einen gesunden Bewegungsapparat. Aufwärmende Spaziergänge, gezielte Mobilisationsübungen und das Vermeiden längerer Ruhephasen auf kaltem Untergrund können helfen, Verspannungen und Steifigkeit vorzubeugen.

Thema: Der Arthrosehund im Winter

Kälte und nasskaltes Wetter verschärfen die Beschwerden bei Hunden mit Arthrose deutlich. Betroffene Tiere werden in der kalten Jahreszeit steifer, bewegen sich weniger gern und leiden verstärkt unter Schmerzen, insbesondere nach Ruhephasen.

  • Bei Kälte zieht sich die Muskulatur zusammen, was die Durchblutung in den Gelenken verschlechtert und die Versorgung der Gelenke verschlechtert.
  • Die Gelenkschmiere (Synovia) verliert an Elastizität; sie wird zähflüssiger, was die Gleitfähigkeit der Gelenke verschlechtert. Reibung und Schmerzen nehmen zu, insbesondere bei Bewegung.
  • Reizbarkeit der Nerven: Sinkender Luftdruck und Temperaturextreme können die Nervensensibilität erhöhen. So reagieren die betroffenen Nerven am Gelenk empfindlicher auf Reize, verstärken Schmerz und Unwohlsein.
  • Erhöhte Anlaufsteifigkeit: Nach Ruhephasen sind Gelenke und Muskulatur in der Kälte besonders steif. Die Hunde brauchen länger, „in Schwung“ zu kommen, was die Bewegungsfreude weiter verringert.

Besonders feuchte Kälte (Nebel, Regen) verschärft die Beschwerden zusätzlich. Dagegen wird trockene Kälte, wie an hellen Wintertagen, manchmal besser vertragen.

Kälte kann Entzündungen in bereits geschädigten Gelenken verstärken und so zu einer schnelleren Verschlechterung führen.

Im Winter bewegen sich viele Hunde weniger, was wiederum die Steifigkeit und Gelenkprobleme verstärkt.

Die Schmerzempfindlichkeit kann sich durch niedrigen Luftdruck oder Wetterumschwünge verstärken. Sensorische Nerven reagieren zum Teil empfindlicher auf Druck und Temperatur.

Fazit
Kälte und nasskalte Witterung führen bei arthrosegeplagten Hunden zu mehr Steifheit, Muskelverspannungen und verstärkten Gelenkschmerzen. Durch die reduzierte Beweglichkeit verschlechtert sich oft auch langfristig die Gesundheit des Bewegungsapparates. Deshalb ist es gerade im Winter wichtig, auf gelenkschonende Bewegung, Schutz vor Nässe sowie gezielte Ernährung und Pflege zu achten, um die Lebensqualität zu erhalten.

Thema: Pfotenschutz im Winter

Schnee! Da kommt Freude auf bei vielen Hunden, die es kaum abwarten können, durch das pudrige Weiß zu toben. Und auch die Herzen der Besitzer schlagen höher, wenn der vierbeinige Freund so einen Spaß hat. Doch bei alle der Freude darf die Pfotenpflege nicht zu kurz kommen, denn mit Schnee und Eis kehren auch Streusalz und Splitt in unseren Alltag ein.

Das Streusalz trocknet die Ballenhaut aus, wodurch sich Risse bilden. Der scharfkantige Splitt verletzt die Ballen. Und wenn dann noch das Salz in die Wunden eindringt, läuft der Hund plötzlich auf drei Beinen oder weiß gar nicht mehr, wie er laufen soll, weil alle Pfoten schmerzen. Da hilft nur eines:

Bevor es nach draußen geht, am besten die Pfötchen mit einem Pfotenbalsam eincremen. Bienenwachs, Wollwachs und Öle pflegen die Ballen nicht nur, sondern sorgen auch dafür, dass zumindest für eine gewissen Zeitspanne Feuchtigkeit und Salz von der Haut abperlen.

Nach dem Spaziergang sollten den Pfötchen mit handwarmem Wasser gereinigt und die Zehenzwischenräume kontrolliert werden, dass sich dort keine Steinchen oder Splitt befinden.

Auch für die Gesundheit des Bewegungsapparates ist die Pfotenpflege wichtig, denn ein Hund, der aufgrund von Verletzungen durch Streusalz oder Splitt Verletzungen an den Pfoten hat, läuft nicht mehr „rund“. Er nimmt Schonhaltungen ein, was zu Verspannungen und Blockaden führen kann. Diese führen dann in Folge wieder zu weiteren Problemen im Bewegungsapparat. Daher: Pfotenpflege ist auch für die Gesundheit des Bewegungsapparates vor enorm großer Bedeutung.

Zutaten:
100 g Bienenwachs
100 g Kokosöl/Kokosfett
100 g Olivenöl
100 g Sheabutter
Ggf. einige Tropfen Mandelöl

Am besten bei allem auf Bio-Qualität achten.

Sheabutter, Olivenöl, Kokosfett und Bienenwachs in einem Wasserbad erwärmen. Sind alle Zutaten flüssig, können bei Bedarf einige Tropfen Mandelöl hinzugegeben werden. Den warmen, noch flüssigen Balsam in ein verschließbares Gefäß umfüllen, abkühlen lassen und schon ist der Balsam für den nächsten Spaziergang einsatzbereit.